Kreuzplatz
Zürich Hottingen
Die 1910 erbauten Blockrandbebauungen der Dr. Stephan à Porta Stiftung nahe dem Kreuzplatz in Zürich wurden im Zuge geplanter Umbauten unter denkmalpflegerische Prüfung gestellt. Ziel war es, die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig zeitgemässe Wohnqualität zu schaffen.
Ausgangslage
Die zwei Blockrandbebauungen der Dr. Stephan à Porta Stiftung befinden sich in der Nähe des Kreuzplatzes zwischen der Hegar-, Minerva-, Apollo- und Eidmattstrasse in Zürich. Sie umfassten im ursprünglichen Zustand 198 Wohnungen und wurden 1910 erbaut.
Aufgrund der ersten Entwürfe zum Umbau der Liegenschaften, leitete die städtische Denkmalpflege die Prüfung des Unterschutzstellungsverfahrens ein. Im Rahmen dieses Prüfungsverfahrens wurde in intensiver Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft und der Denkmalpflege die bewilligungsfähige Eingriffstiefe definiert und dementsprechend das Bauprojekt erarbeitet. Die Herausforderung bestand darin, die Ziele der Bauherrschaft unter den Auflagen der Denkmalpflege zu erreichen. Eine sorgfältige Auseinandersetzung mit jedem einzelnen Detail ist dazu erforderlich. Um allen Bedürfnissen gerecht zu werden, war es wichtig, den Kern der entgegengesetzten Anliegen zu erkennen, um daraus in vielschichtigen Varianten stimmige Antworten auf die unterschiedlichsten Fragestellungen zu entwickeln.
Projektumfang
Die Liegenschaften mussten grundlegend innen und aussen renoviert werden. Um die Qualitäten der Wohnungen zu steigern, wurden zudem Veränderungen der Grundrisse vorgenommen. Hofseitig wurden neue Balkone erstellt. Wo immer möglich, wurden die kleinen Wohnungen zu Familienwohnungen vergrössert. Dies gelang durch Wohnungszusammenlegungen und durch den Ausbau der Dachgeschosse, die bislang als Estrichräume genutzt wurden. Die energetischen Massnahmen umfassen eine Aussendämmung an den hofseitigen Fassaden, den Ersatz aller Fenster sowie den Einbau von Sonnenkollektoren auf den Dächern. Des Weiteren wurde innerhalb eines Blockrandes eine dreigeschossige Tiefgarage erstellt. Im anderen Innenhof wurden die Öltanks zu einer Velogarage umgebaut.
Die Umsetzung des Projektes erforderte aufgrund des Alters der Liegenschaften und der Anforderungen der Denkmalpflege eine äusserst sorgfältige Auseinandersetzung mit der vorhandenen Bausubstanz und der Historie der Gebäude.



